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Sons of Anarchy Season 1

geschrieben am von & abgelegt unter Filme und Buch-Trailer.

Als ich das erste Mal über die Fernsehserie Sons of Anarchy gelesen hatte, hab ich noch gedacht, das könnte mal interessant sein. Faktisch habe ich dann aber das Angucken schlicht vergessen oder es war mir zu spät abends und irgendwann war der Zug dann abgefahren. Beim Kramen im Laden bin ich dann über die DVD-Box der ersten Staffel gestolpert und dachte „Och, das guckste dir mal an“.

Cover des Buches sons of anarchy season 1 141x200So weit, so gut. Was mich da erwartet, hatte ich nicht auf dem Schirm. Wer jetzt denkt, dass ich abraten möchte, ist auf dem falschen Dampfer. Nach einer kurzen Akklimatisierungsphase ist Sons of Anarchy richtig gute Unterhaltung. Man darf bloß kein Weichei sein oder gar Wert auf gediegene Konversation legen.

Für alle, die geneigt sind, sich die Serie noch anzuschauen, hier ein kleiner „Beipackzettel“:
Die Sons of Anarchy sind ein kalifornischer Motorradclub, deren Mitglieder aus Tarnungsgründen in einer Werkstatt arbeiten. Eigentlich aber verdient sich der hierarchisch streng durchorganisierte Club sein Geld durch Waffengeschäfte. Club-Präsident ist Clay Morrow, der seine Member mit unnachgiebiger Härte führt und absolute Loyalität erwartet. Diese Erwartung führt im Laufe der Serie zu immer mehr Unstimmigkeiten zwischen Clay und seinem Stiefsohn Jax, der eigentlichen Hauptfigur der Serie. Die Zwistigkeiten der beiden bringen das Gefüge im Club auch grundsätzlich immer mehr ins Wanken. Beider Lebensphilosophien driften immer mehr auseinander und sorgen für mehr und mehr Konfliktpotential, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es geht schon ordentlich zu Sache in Charming, wie die Heimatstadt der Sons lustigerweise heißt. Doch nicht nur interne Reibereien sorgen für Sand im Getriebe, auch territoriale Kämpfe gegen die mexikanische Biker-Konkurrenz oder die örtliche Drogenmafia machen das Leben nicht leichter.

Das alles ergibt einen ordentlich brodelnden Eintopf, der von Folge zu Folge spannender wird. Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Serie so am Bildschirm kleben läßt, denn ich sollte hier nicht verschweigen, dass mir bei manchen Äußerungen echt alle Haare zu Berge standen, das Frauenbild ist ein ganz, ganz grenzwertiges und nicht zu vergessen das enorm hohe Gewaltpotential. Aber nun, Sons of Anarchy ist ja auch nicht als nachmittägliche Kinderserie gedacht und ich hab ein paar interessante neue Flüche und Schimpfwörter („douchebag“ – ganz großartig!) gelernt, das ist ja auch nicht zu verachten.

Aber mal im Ernst: Sons of Anarchy war für mich eine wirklich gute, spannende Serie, die von ihren tollen Darstellern (inklusive Gastauftritten von Henry Rollins, Stephen King und – man glaubt es kaum – David Hasselhoff) lebt. Zudem gibt es tolle Musik auf die Ohren und eine gehörige Portion schrägen Humor. Also, wer nicht fies ist vor mit Besenstielen rausoperierten Augen oder mit dem Bunsenbrenner weggefunzeltem Ganzrückentattoo oder deftigen Schimpfwörten, der sollte mal einen Blick riskieren! Ich habe hiermit vorgewarnt und gebe keinerlei Gewähr!

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