Willkommen im Blog der Mayerschen!

Finden Sie täglich neue Buchtipps, z.B. von:

Die Köln-Marathon Challenge, Teil 1

geschrieben am von & abgelegt unter Bücher und eBooks, In der Mayerschen.

Donnerstag, 18.07.13:
Warum läuft man wohl freiwillig 42,195 Kilometer kreuz und quer durch Köln? Was bewegt einen dazu, mit einigen Tausend anderen Teilnehmern diese Strapazen auf sich zu nehmen?

Cover des Buches Firmenlauf 300x209Die Siegesprämie ist sicher lukrativ, aber ein Gewinnen des Laufes utopisch: Während die ersten bereits im Ziel einlaufen werden, versuche ich schätzungsweise bei Kilometer 25, eine halbwegs gute Figur zu machen. Der Anreiz muss also ein anderer sein, als Geld und Ruhm.

Damals in den 90ern nahm ich regelmäßig an Laufwettkämpfen (zumeist 10 Kilometer) teil, u.a. ein Halbmarathon in Berlin, aber das alles ist natürlich schon sehr lange her. Nach einer Knieverletzung gab es keinen regelmäßigen Sport mehr, nach einiger Zeit schließlich sogar keinen mehr (trotz erholter Knie), dafür fing ich nach dem Abitur mit dem Rauchen an: Also beste Voraussetzungen für einen Ausdauerlauf.

Das Rauchen gewöhnte ich mir zum Glück ab, nach einer Trennung allerdings auch schnell wieder an, bis ich eines Tages an einem Fußballturnier teilnahm, spielen und rennen wollte wie früher, aber keine Kondition mehr hatte, um entscheidend am Spielgeschehen teilzunehmen. Ich hustete und asphaltierte gefühlt den halben Fußballplatz. In diesem Moment merkte ich, dass es so auf keinen Fall weitergehen konnte und schaffte vor 5 Jahren tatsächlich, mir das Rauchen endgültig abzugewöhnen. Da ich kein Geld mehr für Zigaretten ausgab, konnte ich mir stattdessen ein paar Laufschuhe kaufen, die schon bald eingeweiht und auch weiterhin eifrig genutzt wurden.

Nun jogge ich also seit ein paar Jahren im Aachener Wald und auch wenn es manchmal ganz schön schweißtreibend sein kann, so ist es doch eine Art Entspannung nach der Arbeit im Büro. Gerade bei schönem Wetter befällt mich ein unglaublicher Bewegungsdrang, wenn ich nach Hause komme und den ganzen Tag vor einem Monitor gesessen habe.

Als 2012 der erste Aachener Firmenlauf veranstaltet wurde, lief ich zusammen mit ein paar tapferen Kollegen die 10 Kilometer und vor ein paar Wochen erst stellte die Mayersche auch in Wuppertal ein Team für den dort stattfindenden 5 Kilometer Lauf. In knalliger Hitze fanden sich rund 5000 Läufer ein. Anstrengend? Aber sicher! Allerdings auch eine unglaublich motivierende Erfahrung, denn vom Straßenrand wird man von unzähligen Besuchern und Sambatrommlern lautstark angefeuert. In einer solchen Atmosphäre kommt man sich fast vor wie ein umjubelter Rockstar.

Als nach und nach einige Freunde und Bekannte von meiner Begeisterung für das Laufen erfuhren, wurde mir bereits schon vor längerer Zeit die Teilnahme an einem Marathon nahegelegt. Sicher, irgendwann wollte ich mal bei einem mitlaufen, aber konkrete Pläne machte ich nie.
Und dann kam der 15. April, der Tag der Bombenexplosionen während des Boston-Marathons: Ich kann gar nicht genau beschreiben, was ich genau empfand, als ich im Fernseher die Bilder des Anschlags sah, letztendlich war ich wie viele andere zutiefst schockiert.
Vielleicht war es aber auch ein Weckruf, denn gleich am nächsten Tag meldete ich mich für den Köln-Marathon an, denn ich fragte mich, warum ich eigentlich bisher noch zögerte? Ziele in weite (und irgendwann sogar unerreichbare) Ferne zu rücken ist einfach, die Vorbereitung für einen Marathon dagegen schwierig.

In den Wochen nach der Anmeldung änderte sich aber erst einmal nichts. Erst im Juni fing ich an, auch mal längere Lauftouren zu planen und zwei- bis dreimal die Woche zu laufen. Und selbst im Urlaub wanderten die Laufschuhe mit ins Gepäck: Zum Strand laufen, schwimmen, ausruhen und wieder zurück.
Nach meiner Rückkehr vom Inselurlaub sind es nun noch 12 Wochen bis zum Wettkampf, für die ein diszipliniertes und kalkuliertes Training ansteht. Der Countdown läuft, denn als Zeit für die gesamte Strecke habe ich mir von Anfang an 4 Stunden vorgenommen, was 3 bis 4 mal Training pro Woche bedeutet.

Ich werde ab sofort über die einzelnen Trainingseinheiten berichten, um zu zeigen, wie ich mich auf den entscheidenden Tag vorbereite. Obwohl ich während des Köln-Marathons mit tausenden Läufern unterwegs sein werde, wird es eher ein Wettkampf mit mir selbst. Sicher werde ich schon während des Trainings an die ein oder andere Grenze stoßen und werde darüber schreiben. Dabei wird es weniger um eine Leistungsschau gehen, mir geht es vielmehr um Motivation, nämlich um aufzustehen und sich zu bewegen.
Das muss ja nicht gleich ein Marathon sein, sondern kann genauso ein Spaziergang, ein Gymnastik- bzw. Sportkurs oder auch die Nutzung des Fahrrads sein.

Cover des Buches Stanislaw Lem Sterntagebuecher 123x200Nun, bevor dies hier aber wie das Wort zum Sonntag (bzw. Montag) klingt, verabschiede ich mich vorerst. Gerne würde ich bei diesem schönen sonnigen Wetter schon wieder in die Laufschuhe steigen und durch den kühlen Wald laufen, aber ich befinde mich im IC von Hamburg nach Dortmund und sitze mir stattdessen den Hintern platt. Ich werde mich nun weiter den „Sterntagebüchern“ von Stanislaw Lem widmen und darauf hoffen, dass bald der Snackwagen noch einmal vorbeikommt, den ich vorhin noch ignoriert habe, um mir den Kaffee nicht versehentlich in die Tastatur zu gießen…

0
0
0
Firmenlauf Aachen

Kaufen Sie jetzt portofrei:

"Die Köln-Marathon Challenge, Teil 1"
im Mayersche Online-Shop!

Der Mayersche Online-Shop - über 5 Millionen Artikel - portofreie Lieferung bei jeder Bestellung mit Büchern!