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Pocketbook Touch Lux

geschrieben am von & abgelegt unter Bücher und eBooks.

Das ist er also, “unser” beleuchteter ebook-Reader.
Ich bin ein großer Fan seines unbeleuchteten Vorgängers, dem 622 Touch.
Leider reichte es bei mir nur zur Meisterschaft der Herzen, unterm Strich musste er sich dem Sony geschlagen geben.
Cover des Buches Poketbook Touch Lux black 133x200Ich fand ihn großartig, seine Ideen, seine unzähligen Funktionen, seine Bedienung im Lesebetrieb, seine Verarbeitung, seine Zuverlässigkeit und seine Haptik.
Den Titel gekostet hat ihn sein unübersichtlicher Startbildschirm, sein verschachteltes, mit unklaren Piktogrammen versehenes Einstellungsmenü und sein zickiger Browser.

Wollen wir doch mal schauen, was der Neue so drauf hat.

Das Äußere ist nahezu identisch geblieben und er ist mit 198 Gramm überraschenderweise nur 3 Gramm schwerer geworden und liegt nach wie vor sehr gut und wertig in der Hand.
Das erste was nach dem Einschalten ins Auge fällt ist, wie gestochen scharf jetzt alles aussieht, der höheren Auflösung sei Dank.
Das Licht lässt sich über längeres Drücken des Menüknopfes oder über ein Icon in der unteren Menüleiste auf dem Display ein- und ausschalten, sehr schön gelöst.
Aber einmal angeschaltet macht man das eh nicht mehr aus! Auch im Hellen nicht.
Das Display wird wunderbar gleichmäßig ausgeleuchtet, es lässt sich sehr fein dimmen und schon die geringste Stufe reicht aus, dass man damit in völliger Dunkelheit lesen kann.
Aber auch die wird man wohl kaum je nutzen, denn auf höchster Stufe blendet nichts und endlich liest man dann auch elektronisch auf weißem “Papier”.
Am unteren Rand sind bei genauerer Sicht winzige Schatten auszumachen, da sind wohl bautechnisch bedingt weniger LEDs verbaut. Die Schatten erreichen aber bei weitem nicht den Buchtext, stören also überhaupt nicht und man muss wirklich schon sehr genau hinsehen.

Die Startseite ist unangetastet geblieben, leider, aber vielleicht bin ich ja auch der einzige, der die suboptimal findet.
Der bange Blick in die Einstellungen sorgt hingen für Freude, da ist jetzt alles  aufgeräumt, wesentlich eindeutiger  und intuitiver -  schön.
Und sofort freue ich mich wieder über die vielen Dinge, die ich da einstellen und personalisieren kann.
Ich habe davon zwar beim 622 so gut wie nie was benutzt, aber das ist wie wenn man einen Porsche hat; eigentlich braucht man die vielen PS nicht, aber es ist schön, dass man sie hat und benutzen könnte.

Der Browser…ist leider dergleiche geblieben, da hat sich noch nichts getan, ärgerlich, aber ich habe gehört, dass das in Arbeit ist und zeitnah behoben werden soll.

Jetzt das Wichtigste, das Lesen an sich.
Das funktioniert nach wie vor fantastisch. Ich liebe diese Einteilung des Displays in Touch-Zonen. Ich wundere mich immer wieder, dass das die anderen nicht schon längst übernommen haben, besser geht es doch eigentlich kaum.
Und hier kann das tolle Display seine Trümpfe voll ausspielen, ob nun mit oder ohne Licht. Schnell, gestochen scharf und so gut wie kein Ghosting. Ich habe als erstes dieses Seitenupdate, dieses Schwarzwerden von “nach fünf” auf “nach zehn Seiten” hochgesetzt (dabei hab ich gleich wieder gemerkt wie übersichtlich die Menüs jetzt geworden sind, das hab ich nämlich sofort gefunden!).

Die Vorlesefunktion ist wieder mit an Bord und funktioniert immer noch überraschend gut. Nur leider ist die sympathische Frauenstimme, gegen eine langweiligere Männerstimme ausgetauscht worden (da muss ich nochmal nachgucken, ob man sich die Frau nicht runterladen kann).

Die übrigen Features sind unverändert übernommen worden, da fehlt nichts, ist aber auch nicht hinzugekommen.

Der Speicher ist auf 4GB angewachsen, wovon ungefähr 2,5 frei sind, sobald man die ganzen vorinstallierten Bücher gelöscht hat.
Der Arbeitsspeicher ist mit 128MB für ein HD-Gerät vielleicht etwas knapp bemessen.

Aber bevor ich mich jetzt zu tief in die Technik vertiefe, mein Fazit:

Ein tolles Gerät, meiner Meinung nach der beste beleuchtete Reader auf dem Markt. Die 139,- definitiv wert.
Ein besserer Browser und eine optionale Regalansicht, statt der Ordnergeschichte und ich bin rundherum glücklich.
Ich bin mal gespannt wie sie es schaffen wollen, mir das Testgerät wieder abzunehmen.

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