Was machen wir bei Stromausfall? Uns ärgern, weil wir vielleicht einen guten Film verpassen, nicht warm duschen können oder eine Stunde im Dunkeln sitzen? Ärgerlich, aber nicht weiter schlimm.
Wenn der Ausfall mehrere Stunden dauert, wirds schon haariger. Der Kühlschrank taut vielleicht ab und im Winter wird es schnell kalt. Aber spätestens am nächsten Tag ist selbstverständlich alles wieder wie gehabt.
Und wenn nicht?
In seinem spannenden Thriller beschreibt Marc Elsberg dass Horrorszenario eines totalen Blackouts. Plötzlich fällt in weiten Teilen Europas komplett der Strom aus. Ampeln gehen aus, Fahrstühle bleiben stecken, Züge bleiben stehen, in den Krankenhäusern springt der Notstrom an. Nur dass das ganze nicht nach wenigen Stunden vorbei ist.
Was die europäischen Staaten auch unternehmen, es gelingt ihnen nicht, die Netze wieder aufzubauen. So gehen erste Tage ins Land und langsam beginnt allen zu dämmern, dass der Kontinent auf eine Katastrophe zusteuert.
Lebensmittel verderben, weil sie nicht gekühlt werden. Autos können nicht mehr betankt werden, Geschäfte bekommen keine Waren mehr, den Banken geht das Geld aus. Die Notstromaggregate kommen an ihre Grenzen, und über all das kann die Bevölkerung immer schlechter informiert werden, denn immer mehr Fernsehsender erlöschen, und die Akkus von Handys und PCs sind irgendwann leer.
Als ein italienischer Hacker erkennt, dass die Stromnetze bewusst manipuliert wurden, wird klar: das ist kein Unfall! Der Zusammenbruch Europas ist gewollt.
„Blackout“ ist zunächst natürlich ein saugut geschriebener Thriller und beste Unterhaltung. Er zeigt uns aber auch sehr drastisch unsere totale Abhängigkeit von elektrischer Energie. Können wir uns ein Leben ohne Strom noch vorstellen?
Nicht dass wir das eines Tages müssen, denn „Blackout“ liest sich so erschreckend realistisch…

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