Da kommt eine österreichische Musikerin auf die Idee, einen Krimi zu schreiben, findet einen Verleger, und was passiert?
Sie gewinnt DEN deutschen Preis für Krimi-Autoren, den Friedrich-Glauser-Preis, in der Kategorie Debüt-Roman. Zu Recht, finde ich.
Kommissar Heisenberg möchte eigentlich nur ganz gemächlich in den Ruhestand gleiten, da kommen ihm Leichenteile dazwischen. Und tätowierte Leichen. Im Umfeld der Innsbrucker Musikhochschule geschehen bizarre Morde, und alles deutet darauf hin, dass hier ein Serienkiller am Werk ist. Für Heisenberg beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Lena Avanzini gewährt uns Einblicke in Abgründe, in Gerichtsmedizinische Institute, im Musikerkreise – und die Zusammenhänge liegen tief verborgen. Ein großartiger Krimi mit starken Charakteren jenseits der üblichen Klischees. Lena Avanzini überzeugt im ihrem Debüt mit einem intelligent konstruierten Kriminalfall, einem überzeugenden Psychopathen und blutigen Details genauso wie mit einem sympathischen Ermittler und vielen nachdenklich-ironischen Zwischentönen.
Zu meiner großen Freude hat die Autorin eine Fortsetzung angekündigt, die ich mir schon auf die Wunschliste gesetzt habe: „Tirolertod“. Der inzwischen pensionierte Heisenberg gerät über eine private Bekanntschaft in einen mörderischen Strudel in der Welt der Immobilienhaie. Ich bin gespannt…

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