Historisch präzise erzählt die Historikerin Sabine Weigand die Geschichte von Fatmah, Kriegsbeute des Russischen Zaren, die als junges Mädchen an den sächsischen Hof kommt und Zofe von Augusts Mätresse Gräfin Cosel wird.
Erzählt wird aus Sicht der Fatmah, vermutlich aus Istanbul stammend, die mit Erstaunen das höfische Leben in Dresden wahrnimmt und sich z.B. über die rückständigen hygienischen Verhältnisse am Hof wundert.
Sabine Weigand lässt die Zeit August des Starken wieder aufleben – beim Lesen hat man ständig das von ihm geschaffene, berühmte Elbpanorama vor Augen.
Mit dem Kunstgriff, das sie viel aus Briefen dieser Zeit zitiert, versetzt Sabine Weigand uns auch sprachlich wieder in der Zeit zurück, ohne dass dies den Lesefluss beeinträchtigt.
Ein toller historischer Roman für Leser, die Wert auf korrekte Fakten legen und dabei trotzdem einen flüssig erzählten Roman lesen wollen.
Eine Rezension von Sarah Staß (Mayersche Buchhandlung Dormagen)

Das Buch ist klasse! Einmal abgefangen, kann man auch nicht mehr davon lösen…
Die Vorstellung des Buches hat mir sehr gefallen. Der Titel wandert sofort auf meine Endloswunschliste. Vielen Dank.