Ein Titelbild wie bei „Tim und Struppi“, dazu der Name Heinz Strunk: Ich erwarte urkomische Unterhaltung – und bekomme viel mehr.
Heinz Strunk reist mit Freund C. über die Weihnachtstage nach Kenia. Die Anreise – der eine kommt aus Hamburg, der andere aus Wien – verläuft grotesk, eigentlich ahne ich schon bei der Beschreibung der Reisevorbereitungen, dass das hier kein Pauschaltouristen-Fotosafari-Standard-Urlaub wird.
Kapitelüberschriften wie „Alltag Mystique“, „Jungle Bells“ und – mein klarer Favorit – „Waldnutten“ machen Versprechen, die Heinz Strunk hält. Statt Entspannung am Pool erlebe ich mit ihm und C. eine Decke, die vielleicht mal ein Leichentuch war, kenianische Grüßauguste mit Nazi-Vokabular und C.s Grippe. Am zweiten Weihnachtsfeiertag wird in Kenia gewählt und entgegen allen Warnungen machen Heinz und C. sich mit dem Taxi auf in die Hauptstadt Mombasa. Wie sie diesen Trip überleben, was „die Kugeln“ für C.s Spielleidenschaft bedeuten und wie ihn die Erinnerung an den Jungen ohne Namen nach Hause begleitet, erzählt Heinz Strunk mit großem Sprachwitz, grotesken Seitenblicken und bis zu einem Ende, nach dem ich das Buch direkt noch einmal gelesen habe.

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