Auch, wenn das Wetter es noch nicht so recht begriffen zu haben scheint: Weihnachten naht. Und jeder hat doch seine Klassiker, die er oder sie jetzt langsam rauskramt, um sich bei strahlendem Sonnenschein (oder Regen) trotzdem irgendwie in Stimmung zu bringen. Sei es “Der kleine Lord”, “Die Muppets-Weihnachtsgeschichte”, “Weihnachten bei den Hoppenstedts”… oder eben die Herdmanns.
Ich liebe die Herdmanns seit meiner Kindheit und der Advent ohne diese anarchische Gruselfamilie ist nicht Weihnachten. Trotzdem ich schon blind mitsprechen kann, kann ich jedes Jahr wieder ordentlich lachen.
Die Herdmanns sind Kult. Sechs furchtbare Kinder, die ihre Umwelt in Angst und Schrecken versetzen. Fluchen, prügeln, Zigarren rauchen (in der Kirche!!!) und Gebäude abfackeln sind nur einige ihrer vielfältigen Spezialitäten.
Von der alleinerziehenden Mama Herdmann weiß man nur, dass sie sich am liebsten weit weg von ihrer Brut aufhält.
Die leidgeprüften Lehrer der beschaulichen Kleinstadt, in der die Herdmanns ihr Unwesen treiben, versetzen die Kinder auch bei ganzjähriger Abwesenheit in die nächste Klasse, um nicht etwa noch zwei Herdmanns gleichzeitig in ihrer Obhut zu haben. Denn es gibt so viele Herdmanns, dass immer einer nachkommt.
Selbstredend macht diese Heimsuchung auch vor dem alljährlichen Krippenspiel nicht halt. Durch Androhung schlimmster Sanktionen gegen die „normalen“ Kinder erreichen die Herdmanns, dass sämtliche Rollen des Krippenspiels von ihnen besetzt werden. Irgendwo hat ein oder eine Herdmann nämlich aufgeschnappt, dass sie aus unerfindlichen Gründen eigentlich auf keinen Fall dabei sein sollten. Das kann ja nicht angehen!
Und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf und die Gemeinde kommt in den Genuss eines ganz besonderen Krippenspiels, in dem unter anderem Hedwig Herdmann ihre Rolle als Verkündigungsengel irgendwie mit der Batmans verwechselt, die Heiligen Drei Könige misstrauisch als schmutzige Spione beschimpft werden und Eugenia Herdmann als Maria nicht überirdisch rüberkommt, sondern Jesus permanent kräftig auf den Rücken boxt, damit er endlich sein Bäuerchen macht.
Ich persönlich kann mir Weihnachten ohne die Herdmanns nicht mehr vorstellen. Ein bisschen Gekicher in all dem Stress und der ewigen Besinnlichkeit tut echt mal gut! Natürlich würde ich solche Kinder nicht in meiner Nachbarschaft, ja nicht einmal auf meinem Kontinent haben wollen, aber das Buch sollte jedes Kind kennen. Ganz am Ende gibt es nämlich nach dem ganzen Wahnsinn eine beschauliche Moral von der Geschicht’, die einen beruhigt auf Weihnachten blicken lässt!
Ein Muss!!!!

Herdmanns rules!
ich liiiiiiiebe die herdmanns! jahrelang war DAS die version der weihnachtsgeschichte, die an heiligabend vorgelesen wurde, einfach hinreissend!
unbdeingt lesenswert!
Ein etwas anderes Krippenspiel
War vor Weihnachten immer Pflicht in der Grundschule!
Sehr gutes Buch! Habe ich auch gerne gelesen. Und in der Grundschule war es mal das Vorlesebuch in der Weihnachtszeit.
Echt genial das Buch .
ich lese es gerade einer sechsten klasse vor – immer wieder wunderschön!
Eines meiner absoluten Lieblingskinderbücher! Und auch für “Erwachsene” immer noch schön zu lesen.
Herodes Herdmann! *schlapplach*
Und ich habe genau solche Kinder in meiner Klasse – und mag sie
Das Buch mag ich auch.
>Kultbuch
Da werden Kindheitserinnerungen wach!
Verstehen die Kids leider heute immer weniger…..
Immer wieder gerne gelesen. Ich warte darauf, dass meine Mäuse alt genug dafür sind.