Etwas klopft an Conors Fenster.
Einmal… zweimal…
Das gehört nicht zu dem Albtraum, auf den er jede Nacht wartet.
Der Albtraum, in dem seine Mutter eine Klippe hinabstürzt und er sie nicht halten kann.
Klopf – klopf.
Das gleiche Etwas ruft Conors Namen.
Immer und immer wieder, bis der Junge reagiert und an das Fenster tritt.
Er blickt in die uralten, weisen Augen eines Wesens, so groß wie das Haus, in dem er lebt. Dieses Wesen spricht ihn an, mit einer Stimme so rau und wild, wie die Zeit aus der es gekommen ist. Es gibt ihm zu verstehen, dass es hier ist, um ihm drei Geschichten zu erzählen. Wenn es damit fertig ist, muss Conor seine Geschichte erzählen.
Während er diesen Geschichten lauscht, begreift Conor, dass sie ihm helfen sollen, sich mit der Krankheit seiner Mutter auseinander zu setzen.
Zu Anfang ignoriert Conor die Tatsache, dass seine geliebte Mutter sterben wird. Sie muss wieder gesund werden – die neuen Medikamente müssen helfen. Nein – sie werden helfen!
Er kann sie nicht loslassen, er will sie nicht loslassen. Das würde bedeuten, dass er nicht genug gekämpft hätte.
Bald muss er sich eingestehen, dass er nichts mehr machen kann – außer da zu sein.
Conor stellt auf schmerzliche Weise fest, dass es okay ist, aufzugeben und loszulassen. Mit dieser Einsicht verscheucht er auch seinen Albtraum!
Leser die nah am Wasser gebaut sind, werden unter Garantie die eine oder andere Träne vergießen.
Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mich durch solch emotionale Höhen und Tiefen geschleudert hat.
Einfühlsam, kraftvoll und eindringlich beschreibt Patrick Ness Wut, Trauer und die Liebe, die es nur zwischen Mutter und Kind gibt.
Ness hat mit dieser Geschichte die Idee von Siobhan Dowd weitergeführt, die selbst ihrem Krebsleiden erlegen ist.
Meisterhaft illustriert, schafft er es, jeden dazu zu bringen, sich mit der Angst über einen Verlust zu beschäftigen.
- Ein einmaliges Erlebnis, das Euch bewegen und noch lange nachhallen wird!
Um Missverständnissen vorzubeugen: Dieses Buch ist in zwei Ausgaben erschienen, die sich nur äußerlich voneinander unterscheiden. – Hier und hier.
Originaltitel: “A monster calls”.
Übersetzt von: Bettina Abarbanell
Illustriert von: Jim Kay

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