Als ihr Mitschüler Pierre Anthon mit der Aussage, nichts habe im Leben eine Bedeutung und man könne daher direkt damit beginnen, nichts (mehr) zu tun, den Klassenraum verlässt und fortan auf einem Baum sitzend in die Luft sinniert, fühlen sich seine Mitschüler – ohne ihren Lehrer in ihre Gedanken einzuweihen – durch seine Aussage zum Gegenbeweis herausgefordert.
So kommen die Schüler auf die Idee, in einem stillgelegten Sägewerk einen ‚Berg der Bedeutung’ aufzuhäufen, zu dem jeder einzelne von ihnen etwas für ihn sehr Bedeutungsvolles beisteuern muss. Die Krux: Derjenige von ihnen, der zuletzt “geopfert” hat, darf bestimmen, wer der Nächste sein wird und was dieser beisteuern muss.
Man ahnt es schon: Es beginnt mit harmlosen Dingen, wie den Lieblingssandalen einer Klassenkammeradin. Doch der Groll gegenüber demjenigen, der die Entbehrung gefordert hat, steigert sich von Tag zu Tag derart, dass schließlich nicht mehr ‚nur’ das Kruzifix der Kirche vom gläubigen Kai geopfert oder Gerdas Hamster ‚fällig’ wird, sondern schließlich die Unschuld einer Mitschülerin. Doch selbst dies ist noch nicht das Ende…
Während ich diese Zeilen schreibe, bekomme ich wieder Gänsehaut. Äußerst kontrovers in (Print-) Medien und Pädagogenkreisen diskutiert, thematisiert das Buch nichts anderes als die Suche nach dem Sinn unseres Daseins und geht dabei grausam stringent und erschütternd vor. Schon die doppeldeutige Lesweise des Titels verrät jedoch, dass die Autorin keine eindeutige Antwort auf die Frage nach dem Warum vorgeben wird.
Ich wollte das Werk schließlich in einem Durchlesen, um es vom Tisch und aus dem Kopf zu haben. Vom Tisch habe ich es nun…
Meine ganz besondere Empfehlung!
Originaltitel: Intet.
Übersetzt von: Sigrid Engeler.

Hab ich mir auch schon überlegt zu kaufen
tolles Buch
ich habe es vor kurzem erst als hörbuch gehört…..ich kann gar nicht mal sagen, ob es mir wirklich gefallen hat oder nicht?! am ende hatte ich jedenfalls das gefühl,daß keiner dieser schüler irgendwas aus dem,was passiert ist, etwas gelernt hat….! ein satz hat sich aber in mein hirn eingebrannt: “bei dem gedanken, wie viele unterschiedliche personen in ein und dem selben mensch stecken konnten, bekam ich eine gänsehaut”. und die habe ich tatsächlich immer noch, wenn ich wieder an diese geschichte denke….! genug diskussionsstoff bietet sie.
es hat mich total zum nachdenken angeregt. Ich fand es extrem aber genau das ist es,was einen dazu bewegt seine denkensweise zu überdenken. Das Buch hat was wahres, wenn man mal ehrlich ist, ist nach dem tot wirklich alles nichts selbst wir. Das Mädchen heisst agnes, die darüber redet.bedeutungen sind vergänglich, was uns heute noch was bedeutet ist morgen nichts.
Gelesen und für sehr gut befunden. Gilt als “Pflicht”lektüre für meine kids.