Die Welt steht still. Sieht so die Zukunft aus?
Vater und Sohn wandern über verbranntes, mit Asche bedecktes Land, kämpfen täglich mit bemerkenswertem Durchhaltevermögen den Kampf ums nackte Überleben und alles was ihnen geblieben ist, schieben sie in einem verbeulten Einkaufswagen vor sich her.

Unglaublich, wie geschickt McCarthy mit Worten eine beklemmende Stimmung erzeugen kann. Unglaublich wie sehr er damit Ängste in uns weckt von denen wir nicht wussten, dass wir sie in uns steckten.
Während über einen langen Zeitraum die wichtigste Frage für den Hörer zu sein scheint „Was ist passiert?“, hat die Klärung der Frage am Ende der Hörbuches seine Relevanz gänzlich verloren.
Die Verfilmung des Buches habe ich nicht geschaut. Es gibt Gefühle und Eindrücke, die einem nicht durch Bilder vermittelt werden. Diese Emotionen passieren innerlich und in uns selber. McCarthy weiß, wie er die Worten einsetzen muss, um den Hörer bei seinen Ängsten zu packen.
Selten hat mich ein Hörbuch so gepackt. Christian Brückner liest atmosphärisch extrem dicht, ohne sich stimmlich in den Vordergrund zu spielen.

Super Buch und tolle Parabel! Unbedingt zu empfehlen. Wurde ja auch schon verfilmt.
Liegt bei mir auch noch auf dem “noch zu lesen-Stapel” – Die Rezension meines Kollegen hat mich dazu motiviert, das Buch weiter nach oben zu packen.
#jbs